a)
Planung und Ausschreibung
In der heutigen Terminknappheit ist eine chronologische Planung nicht
mehr vorstellbar. Vielmehr ist das genau abgestimmte Zusammenspiel der
einzelnen Vertragspartner (Bauherr, Nutzer, Architekt und Fachplaner)
wesentlich.
Die zeitgleiche Planung dieser voneinander abhängigen Gewerke muss
schon in der Ausschreibungsphase bedacht werden. Der
Fassadenberater bietet durch seine umfangreichen Fachkenntnisse eine
fachlich präzise und hoch detaillierte Leistungsbeschreibung. Dies
ermöglicht den Bietern eine Angebotskalkulation mit nur geringen
Risikozuschlägen und bietet dadurch dem Bauherrn schon vorab eine
konkrete Kalkulationsgrundlage.
Wird der Fassadenplaner vorab in die Ausschreibungsphase mit
einbezogen ist das Risiko von nachträglichen Arbeiten wesentlich
geringer. Die Durchführung der Bauarbeiten erfolgt reibungsloser.
Weiterhin
kommt der Wettbewerbsgedanke bei Ausschreibungen wesentlich mehr zum
tragen. Der Fassadenberater gewährt - soweit möglich -
die firmenneutrale Planung und Ausschreibung. Dies gibt
Freiraum für technische Weiterentwicklungen und Neuerungen und ermöglicht
preisgünstigere Sondervorschläge durch Spezialfirmen.
b)
Angebotsbeurteilung
Der Konkurrenzkampf unter den Firmen führt immer wieder zu sehr
interessanten Sondervorschlägen, aber auch zu ruinösen
Dumping-Angeboten für die Anbieter. Das billigste Angebot ist jedoch
selten auch das günstigste für dem Auftraggeber.
Ein Fassadenberater verfügt über eine tiefgehende
Branchenkenntnis und einen hohen technischen Sachverstand, der für
die fachkundige Bewertung der Angebote sowie die nachfolgende
Vergabeverhandlung notwendig ist. Zusätzlich ist er frei von
Bindungen an bestimmte Produkte oder Dienstleistungen.
Die Kenntnisse des Fachplaners ermöglichen, qualitativ höherwertige
Produkte, bessere Technologien oder Dienstleistungen aus der
Angebotspalette heraus zu filtern und hierdurch dem Auftraggeber eine gleiche
Qualität zum günstigeren Preis oder bessere Qualität zum gleichen
Preis darzustellen.
c)
Nachträge
Der starke Preiskampf veranlasst Firmen immer wieder zu ruinösen
Dumping-Angeboten. Im Nachhinein wird dann versucht, durch
Nachtragsstellungen den Schaden zu begrenzen .
Die Einschätzung dieser Nachtragsforderungen und oft auch die Frage
nach dem eigentlichen Erfordernis oder der Ursache hierfür ist
schwierig.
Ein unabhängiger Fassadenberater erkennt aufgrund seiner speziellen
Fachkenntnisse, ob ein Nachtrag in Bezug auf die vertraglich
vereinbarten Leistungen gewährt werden sollte oder nicht. Hierdurch
wird eine unnötige Erhöhung des Baupreises und damit die finanzielle
Mehrbelastung des Bauherrn vermieden.
d)
Spezialwissen
Die Entwicklung neuer Produkte hat in der letzten Zeit zu einer Flut
von innovativen Möglichkeiten im Fassadenbau geführt. Hinzukommt, dass
neue Verordnungen, wie die "Energiesparverordnung", immer höhere
Ansprüche an die Fassade stellen. Dies führt dazu, dass bei großen
und anspruchsvollen Bauvorhaben, Konstruktionen von der Stange oder
aus einem Standardkatalog kaum mehr zu geeigneten und akzeptablen Lösungen
führen.
Der Fassadenberater schließt bei der Planung neue
Bautechniken und Verordnungen ein und schlägt soweit möglich auch
hier preisgünstige Varianten vor.